스크립트
00:00:00Wie drückt man seine Gedanken klar aus, ohne jedes einzelne Wort zu überdenken?
00:00:05Kennen Sie diesen Moment mitten im Satz, in dem Sie merken,
00:00:08dass Sie gar nicht wissen, worauf Sie eigentlich hinauswollen?
00:00:10Hallo, ich bin Vin. Ich habe Millionen von Menschen dabei geholfen, ihre Kommunikation zu verbessern,
00:00:13und die drei Methoden aus diesem Video werden Ihnen helfen,
00:00:16sowohl in beruflichen als auch in privaten Gesprächen wortgewandter und gewählter zu klingen.
00:00:21Ich unterteile das in die drei häufigsten Szenarien im Alltag.
00:00:25Das erste: Sie kennen sich aus, können es aber nicht einfach erklären.
00:00:29Das zweite: Sie wissen wenig über das Thema,
00:00:33wollen aber nicht völlig ahnungslos wirken.
00:00:36Und das dritte – der Klassiker, besonders im Beruf –,
00:00:39ist, wenn Sie die Antwort eigentlich kennen, aber der Druck vor Kollegen
00:00:44und Vorgesetzten dazu führt, dass Sie den Faden verlieren und ein Blackout haben.
00:00:47Früher dachte ich, Ausdrucksvermögen sei reine Machte des Sprechens.
00:00:51Das stimmt nicht. Wirre Worte entstehen durch wirres Denken.
00:00:55Die eigentliche Kunst liegt also nicht darin, besser zu sprechen,
00:00:59sondern klarer zu denken. Und wenn man spontan antworten muss,
00:01:03helfen feste Strukturen dabei, die Gedanken zu ordnen, um gewählter und präziser zu klingen.
00:01:09Kommen wir also zum ersten Szenario: Sie kennen sich mit dem Thema aus,
00:01:14können es aber nicht gut ausdrücken.
00:01:16In meinen Kommunikationskursen und Workshops
00:01:18fällt ein Großteil der Teilnehmer genau in diese Kategorie.
00:01:23Es sind Ingenieure, Ärzte und Anwälte.
00:01:25Hochqualifizierte Experten.
00:01:26Aber wenn ich sie nach dem Grund für ihre Teilnahme frage,
00:01:29ist die häufigste Antwort:
00:01:31„Vin, es fällt mir schwer, meine Ideen klar zu erklären.“
00:01:34Wahrscheinlich kennen Sie diese Situation auch.
00:01:36Sie versuchen, ein vertrautes Thema zu erklären, aber drücken sich zu kompliziert aus.
00:01:40Sie reden im Kreis und merken langsam, wie Ihr Gegenüber immer verwirrter schaut.
00:01:45Und das Schlimmste ist: Sie gehen aus dem Gespräch und denken:
00:01:48„Vielleicht verstehe ich mein eigenes Fachgebiet gar nicht so gut wie gedacht.“
00:01:52Aber das eigentliche Problem ist folgendes:
00:01:53Sie kennen das Thema gut, weil Sie sich intensiv damit beschäftigt haben.
00:01:57Aber du kannst es nicht gut erklären, weil du es noch nicht oft erklärt hast.
00:02:01Mehr ist es nicht.
00:02:03Lernen und Erklären sind zwei völlig verschiedene Fähigkeiten.
00:02:06In das eine haben Sie Tausende Stunden investiert, in das andere kaum welche.
00:02:10Deshalb gibt es so viele hervorragende Experten, die nicht unterrichten können.
00:02:14Es fällt ihnen schwer, ihr Wissen weiterzugeben, ohne andere zu langweilen oder zu überfordern.
00:02:19Bevor ich Ihnen die Methode zeige,
00:02:21ist die wichtigste Erkenntnis folgende: Die besten Lehrer,
00:02:25die besten Erklärer beherrschen die Kunst der Reduktion.
00:02:30Sie können Komplexes herunterbrechen und verständlich machen.
00:02:34Mit anderen Worten: Sie haben gelernt, ihre wirren Gedanken
00:02:38klar, prägnant und nachvollziehbar auf den Punkt zu bringen.
00:02:41Wenn ich also lernen möchte, etwas besser zu erklären,
00:02:44nutze ich folgende Methode:
00:02:46Einen einfachen 4-Schritte-Kreislauf.
00:02:48Der erste Schritt ist das Festhalten.
00:02:51Danach kommt das Strukturieren.
00:02:54Anschließend folgt das Üben.
00:02:58Und schließlich das Optimieren.
00:03:02Und dann beginnt alles wieder von vorn – eben ein Kreislauf.
00:03:06Fangen wir mit Schritt 1 an, dem Festhalten. Das bedeutet?
00:03:11Schreiben.
00:03:12Ich weiß, sobald ich „Schreiben“ sage, schalten viele ab,
00:03:15aber bleiben Sie kurz dran.
00:03:16Denn genau das hilft Ihnen, klarer über etwas nachzudenken.
00:03:19Solange ein Gedanke nur im Kopf ist, schwirrt er herum,
00:03:21ist ungeordnet, unzusammenhängend und chaotisch.
00:03:25Und es ist fast unmöglich, etwas zu formen, das man nicht sieht.
00:03:27Sobald man es aber aufschreibt oder in ein Dokument tippt,
00:03:31ist man gezwungen, Gefühle in Worte zu fassen.
00:03:34Plötzlich liegt der Gedanke direkt vor einem,
00:03:36wo man ihn sachlich betrachten kann.
00:03:38Die Kunst des Schreibens ist die Kunst, Gedanken sichtbar zu machen.
00:03:42Um Ihnen ein reales Beispiel zu geben:
00:03:44Jede Woche verschicke ich einen Newsletter an meine Abonnenten namens „The Weekly V“.
00:03:48Wir haben mittlerweile 2 Millionen Leser
00:03:50und eine Öffnungsrate von 50 % pro Woche – das ist unglaublich.
00:03:53Der Grund dafür – und warum ich das mache –
00:03:56ist, dass es mich zwingt, meine Gedanken einzufangen
00:03:59und meine Erfahrungen so aufzuschreiben,
00:04:01dass sie für unsere Leser wirklich nützlich sind.
00:04:05Hier sind also die zwei Schritte, um Gedanken zu Papier zu bringen.
00:04:08Erstens: Fragen Sie sich einfach:
00:04:10Was ist das eine Thema, das ich besser erklären möchte?
00:04:12Und sobald Sie das Thema haben,
00:04:13schreiben Sie zweitens auf, wie Sie es derzeit erklären.
00:04:17Schreiben Sie es genau so auf, wie Sie es sagen würden.
00:04:19Zu Beginn ist der Ablauf vielleicht noch nicht optimal,
00:04:23aber genau dafür ist der nächste Schritt da: Strukturieren.
00:04:26Sobald nämlich alle Gedanken zu einem Thema aufgeschrieben sind,
00:04:30sieht man die Einzelteile und merkt:
00:04:32„Oh, das sollte ich nicht zuerst sagen, sondern das hier.“
00:04:35„Eigentlich müssen sie erst das verstehen, bevor der Rest Sinn ergibt.“
00:04:39Man kann das Puzzle erst zusammensetzen, wenn man die Teile vor sich sieht.
00:04:43Nachdem Sie Ihre bisherige Erklärung aufgeschrieben haben,
00:04:47betrachten Sie die Puzzleteile:
00:04:48Ergibt das Sinn?
00:04:50Ist es zu lang?
00:04:50Ist es leicht verständlich?
00:04:52Ist es zu viel Fachjargon?
00:04:53Gibt es eine Analogie oder Metapher, mit der Sie es vereinfachen können?
00:04:57Probieren Sie sich hier ruhig aus.
00:04:59Fügen Sie neue Teile hinzu.
00:05:00Ordnen Sie die Teile neu,
00:05:02sodass es ansprechend und so einfach wird,
00:05:04dass es selbst ein Teenager verstehen würde.
00:05:07Der nächste Schritt unterscheidet gute Denker von guten Rednern.
00:05:12Denn ohne Übung, ohne es laut auszusprechen,
00:05:16bleiben all Ihre brillanten Ideen und Ihr Wissen nur auf dem Papier.
00:05:20Folgendes sollten Sie also tun:
00:05:22Schalten Sie die Kamera ein.
00:05:24Es kann das Smartphone sein.
00:05:25Drücken Sie Aufnahme und sprechen Sie die Idee durch,
00:05:28basierend auf der neuen Struktur.
00:05:30Wenn Sie das laut üben,
00:05:31bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie es sich beim Sprechen anfühlt.
00:05:34Dabei merken Sie sofort, wo der Redefluss stimmt und wo nicht.
00:05:40Wenn ich zum Beispiel Skripte für diese YouTube-Videos schreibe,
00:05:43merke ich beim lauten Einsprechen sofort,
00:05:45welche Stellen logisch noch nicht ganz rund laufen.
00:05:49Je öfter Sie das tun, desto besser werden Sie im Vereinfachen.
00:05:52Denn genau das zeichnet gute Kommunikatoren aus.
00:05:54Der letzte Schritt lautet: Optimieren.
00:05:57Damit meine ich: Hören Sie sich das eben aufgenommene Video an
00:06:02und fragen Sie sich: War es klar?
00:06:04War es auf den Punkt?
00:06:05War es schlüssig?
00:06:06Identifizieren Sie, wo die Erklärung zu komplex oder wirr wird.
00:06:09Gehen Sie zurück zu Schritt 1 und beginnen Sie den Kreislauf von vorn.
00:06:13Das bedeutet vielleicht Kürzen, Umstellen oder Neu-Strukturieren.
00:06:18Manchmal heißt es auch, alles zu verwerfen, in den Müll zu werfen
00:06:22und ganz von vorn anzufangen.
00:06:23Das ist die nötige Arbeit, wenn man überzeugend kommunizieren möchte.
00:06:27Diese Praxis gehört dazu.
00:06:28So hören Sie auf, der Experte zu sein, den niemand versteht,
00:06:32und werden zum Experten, den jeder versteht.
00:06:37Übrigens: Wenn Sie weitere Methoden lernen möchten, um sich besser auszudrücken –
00:06:41besonders in spontanen Situationen –, klicken Sie auf den Link in der Beschreibung
00:06:44oder scannen Sie den QR-Code auf dem Bildschirm für mein kostenloses zweistündiges Training.
00:06:48Dort zeige ich Ihnen drei wirkungsvolle Kommunikationsmodelle,
00:06:50mit denen Sie Ihre Gedanken strukturiert ordnen und noch gewählter klingen.
00:06:55Schauen Sie also gerne rein.
00:06:56Es ist absolut kostenlos.
00:06:57Das nächste Szenario ist das genaue Gegenteil.
00:07:00Sie sind im Gespräch und das Thema wechselt zu etwas, wovon Sie kaum Ahnung haben.
00:07:05Was macht man in so einer Situation?
00:07:06Sollte man so tun, als ob, und etwas vorspielen?
00:07:09Oder einfach sagen: „Ich weiß es nicht“?
00:07:11Das sind zwei gute Fragen.
00:07:13Ich mache Folgendes:
00:07:14Erstens: Ich nenne das, was ich weiß.
00:07:17Zweitens: Ich nenne das, was ich noch durchdenke.
00:07:20Und drittens stelle ich eine Frage, die das Gespräch voranbringt.
00:07:24Ich zeige Ihnen, wie sich das anhört.
00:07:26„Was denkst du eigentlich über die ganze KI-Sache?
00:07:27Glaubst du, sie wird alle Jobs übernehmen?“
00:07:29„Was ich weiß: KI ist verdammt gut geworden bei spezifischen, repetitiven Aufgaben nach klaren Regeln.
00:07:35Worüber ich mir selbst noch unklar bin: Wo liegt die Grenze?
00:07:38Sobald man ihr etwas Schamhaftes oder Komplexes gibt, scheitert sie oft.
00:07:42Wie siehst du das eigentlich?
00:07:44Siehst du KI eher als Werkzeug für einzelne Aufgaben
00:07:47oder glaubst du, sie wird nach und nach ganze Rollen ersetzen?“
00:07:50„Vielleicht ersetzt sie ja deine Rolle, Peter.“
00:07:53„Nein, nein, nicht falsch verstehen.
00:07:55Ich werde Peter nicht feuern und durch KI ersetzen.
00:07:58Warum?
00:07:59Kann KI etwa jeden Morgen meinen Stuhl vorwärmen, bevor ich komme?
00:08:02Kann KI mir um punkt 8 Uhr genau den Kaffee machen, den ich will, wenn ich ins Büro komme, und ihn mir genau in dem Moment reichen, in dem ich schnippe?“
00:08:11„Ich habe gar nicht geschnippt, Pete.
00:08:12Das war voreilig, Kumpel.“
00:08:14Haben Sie gemerkt, was in dem Sketch passiert ist?
00:08:16Obwohl ich nach einem Thema gefragt wurde, von dem ich wenig Ahnung hatte, wirkte ich durch die gezeigte Struktur trotzdem kompetent, bedacht und wortgewand.
00:08:25Hier ist eine unerwartete Sache, die Ihre Sympathie, Nahbarkeit und sogar den Respekt steigert.
00:08:31Das gilt, wenn Ihnen eine Frage gestellt wird und Sie die Antwort schlicht nicht wissen.
00:08:34In solchen Momenten ist es – entgegen der landläufigen Meinung – völlig in Ordnung zu sagen: „Ich weiß es nicht.“
00:08:40Mit einer Einschränkung: Sie müssen vor dieser Frage bereits Kompetenz und Wert bewiesen haben.
00:08:46Wenn das gegeben ist und Sie dann sagen: „Ich weiß es nicht“, macht Sie das menschlich.
00:08:53Ich habe das in meinen Workshops schon gemacht:
00:08:55„Ich kenne die Antwort darauf nicht.
00:08:58Und ich finde es sehr wichtig, das klar zu sagen, wenn ich etwas nicht weiß.
00:09:02Ich bin also nicht qualifiziert, das zu beantworten.“
00:09:05„Das ist eigentlich immer noch eine gute Antwort.“
00:09:07„Oh, okay.
00:09:08Ich dachte auch, es war mies.“
00:09:10Früher dachte ich, ein „Ich weiß es nicht“ würde dazu führen, dass man mich weniger respektiert.
00:09:15Aber wie im Video zu sehen: Weil ich an dem Morgen bereits Mehrwert geliefert hatte, stieg der Respekt der Leute sogar, als ich ehrlich zugab, etwas nicht zu wissen.
00:09:24Und es gibt noch einen Vorteil:
00:09:25Es nimmt enorm viel Druck von Ihnen, wenn Sie wissen, dass Sie „Ich weiß es nicht“ sagen dürfen.
00:09:30Die meisten Menschen gehen in ein Kundengespräch, eine Präsentation oder ein Mitarbeitergespräch mit dem Gefühl, auf alles eine Antwort haben zu müssen.
00:09:39Wenn Sie sich aber erlauben, „Ich weiß es nicht“ zu sagen, versuchen Sie nicht mehr, ChatGPT zu sein.
00:09:43Sie können verlangsamen, Ihr vorhandenes Wissen nutzen und es dank dieser Struktur klar erklären, was Ihre Glaubwürdigkeit stärkt.
00:09:54Wenn Sie dann einmal etwas nicht wissen, schadet ein „Ich weiß es nicht“ Ihrem Ruf überhaupt nicht.
00:10:00In Wirklichkeit stärkt es sogar das Vertrauen und den Respekt der anderen.
00:10:04Weil sie wissen: Wenn Sie etwas nicht wissen, tischen Sie ihnen keine Lügen auf.
00:10:08Kommen wir nun zum letzten Szenario, das wir alle nur zu gut kennen.
00:10:14Sie wissen eigentlich genau Bescheid.
00:10:16Aber wenn jemand eine Frage stellt, führt der Druck im Rampenlicht dazu, dass Ihr Kopf plötzlich völlig leer ist.
00:10:23Das ist mir auf den größten Bühnen der Welt öfter passiert als den meisten Menschen.
00:10:28Ich fühle mich also qualifiziert, Ihnen hier einen echten Rat zu geben.
00:10:31Es ist wie wenn man versehentlich alle Browser-Tabs auf einmal öffnet und der Browser hängt.
00:10:36Genau dasselbe passiert im Gehirn.
00:10:37Jemand stellt eine Frage und alle Gedanken schießen auf einmal los.
00:10:40Verdammt, Peter.
00:10:41Das war kein Kaffee-Schnippen.
00:10:43Du musst den Unterschied hören.
00:10:44Lerne, den Unterschied zu hören.
00:10:46Das ist ein Kaffee-Klick.
00:10:48Das ist ein Klick zur Betonung.
00:10:49Komm schon, Kumpel.
00:10:50Reiß dich zusammen.
00:10:51Wie ich schon sagte, schießen all deine Gedanken auf einmal los.
00:10:54Und das führt dazu, dass dein Gehirn nicht weiß, welchen es greifen und wo es anfangen soll.
00:10:59Und von außen wirkt man dadurch inkompetent, wenn man zu lange erstarrt.
00:11:03Folglich spürst du den Druck, etwas zu sagen.
00:11:06Und dann fängst du an, laut zu denken, was dazu führt, dass du dich im Kreis drehst und schwurbelst.
00:11:10Das ist das Konzept, an das du dich in solchen Momenten erinnern musst.
00:11:13Es nennt sich POP.
00:11:15P-O-P.
00:11:17Das erste P steht für Pause.
00:11:19Ich weiß, wie unnatürlich sich das anfühlt.
00:11:22Weil man wieder das Gefühl hat, sofort antworten zu müssen.
00:11:26Falscher Klick, Peter.
00:11:27Aber du hast das Gefühl, sofort antworten zu müssen, um zu zeigen, wie viel du weißt.
00:11:31Aber das funktioniert nicht.
00:11:33Du musst dir ein paar Sekunden Zeit nehmen, um über deine Antwort nachzudenken, bevor du sie gibst.
00:11:38Und du wirst überrascht sein, wie sehr es hilft, wenn du dir ein, zwei Sekunden mehr Bedenkzeit gibst,
00:11:43um mehr Klarheit in deine Gedanken zu bekommen.
00:11:45Und du denkst vielleicht, dass das komisch ist.
00:11:47Glaub mir, es ist nur komisch, wenn du es komisch machst.
00:11:51Schau dir dieses Beispiel von mir bei einem meiner Workshops an, wo mir jemand eine Frage stellt.
00:11:55Ich möchte, dass du zählst, wie viele Sekunden ich beim Nachdenken pausiert habe.
00:11:59Gibt es Geschichten, die du noch nicht mit uns geteilt hast und die du wirklich gerne erzählen würdest,
00:12:05die dir gewissermaßen am Herzen liegen?
00:12:12Wirkte das jetzt unangenehm?
00:12:21Wirkte es so, als würde ich Panik bekommen, ausrasten und erstarren?
00:12:24Oder wirkte ich wie jemand, der sich sehr gründlich Gedanken über seine Antwort macht?
00:12:29Das ist die Macht der Pause, wenn man sie selbstbewusst einsetzt.
00:12:33Und weißt du was?
00:12:34Obwohl ich mir so lange Zeit gelassen habe, rätst du, was danach passierte?
00:12:38Schau dir das an.
00:12:40Würde es euch etwas ausmachen, euch kurz für ein paar Minuten untereinander zu unterhalten?
00:12:45Während ich wirklich kurz darüber nachdenke?
00:12:47Ist das in Ordnung?
00:12:48Okay, ich werde einfach kurz nachdenken.
00:12:52Ja, das ist richtig.
00:12:54Ich habe um mehr Zeit gebeten, weil ich darauf vertraue, dass ich euch,
00:12:58wenn ihr mir zwei Minuten extra gebt, einen unglaublichen Mehrwert mit meiner Antwort bieten kann.
00:13:03Der nächste Teil des Konzepts ist O.
00:13:05Und wofür steht O?
00:13:07Es steht für “One Thought” – einen Gedanken.
00:13:10Beginne deine Antwort mit dem Satz:
00:13:12“Der eine Gedanke, der mir dazu einfällt, ist...”
00:13:15Das zwingt dein Gehirn dazu, sich auf nur einen Punkt zu konzentrieren, den du teilen möchtest,
00:13:20statt zu versuchen, jeden einzelnen Gedanken mitzuteilen, der dir in den Sinn kommt.
00:13:23Dadurch kannst du durch die Fokussierung schneller antworten
00:13:27und bleibst nicht in Überanalysen stecken.
00:13:30Das ist es, was Leute zum Erstarren bringt und noch schlimmer: zum Schwafeln.
00:13:33Oh, das ist das Schlimmste.
00:13:34Und für den Zuhörer signalisiert es:
00:13:37“Du hast eigentlich viele Gedanken dazu,”
00:13:38“aber wählst bewusst einen aus, den du teilst.”
00:13:41Und das letzte P steht für Proof – Beweis.
00:13:45Sobald du deinen Gedanken mitgeteilt hast, untermauerst du ihn mit einem Beispiel.
00:13:50Das könnte eine Geschichte, ein Ergebnis, eine Beobachtung oder eine Statistik sein.
00:13:53Das hilft, den Gedanken zu festigen und ihm mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen.
00:13:58Lass mich dir ein Beispiel geben.
00:14:00Vin, ich bin neugierig.
00:14:01Was sind schlaue Wege, um unsere YouTube-Zuschauer zum Abonnieren zu bringen?
00:14:04Irgendwelche Ideen?
00:14:07Weißt du was?
00:14:09Der eine Gedanke, der mir einfällt, ist, dass wir einen Sketch machen könnten,
00:14:12in dem wir beiläufig mit dem Publikum darüber sprechen, warum das Abonnieren so wichtig ist.
00:14:17Lass mich dir ein Beispiel geben.
00:14:18Denn wenn wir es direkt in die Kamera sagen,
00:14:20blocken die Leute eher ab, weil sie sich nichts vorschreiben lassen wollen.
00:14:23Deshalb sollten wir indirekt durch einen Sketch
00:14:26ihr Unterbewusstsein ansprechen, damit sie abonnieren.
00:14:29Ich meine, es ist subtil, es ist clever und völlig unsichtbar.
00:14:32Sie werden es gar nicht merken.
00:14:34Ja, du meinst genau so wie jetzt, oder?
00:14:35Nein, du Idiot.
00:14:37Das ist viel zu offensichtlich.
00:14:42Du weißt, was zu tun ist.
00:14:43Siehst du, POP.
00:14:44POP ist eines von vielen Konzepten, die dir helfen, deine Gedanken klarer zu formulieren.
00:14:48Wenn du also mehr meiner liebsten Kommunikations-Frameworks lernen willst,
00:14:51schau dir unbedingt das kostenlose Training an, das ich vorhin erwähnt habe.
00:14:54Es ist in der Beschreibung, und hier ist der QR-Code.
00:14:56Es wird dir helfen, jedes Mal mit mehr Struktur und Klarheit zu sprechen.
00:15:00Hier ist also meine Herausforderung an dich für diese Woche.
00:15:02Wähle ein Thema, mit dem du dich gut auskennst, und wende das erste Konzept an.
00:15:05Halte es fest, schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt.
00:15:08Wenn deine Gedanken sichtbar sind, strukturiere sie um, wandle sie ab, füge Dinge hinzu, mische alles durch.
00:15:14Die meisten hören an dieser Stelle auf.
00:15:15Aber ohne den nächsten Schritt – das Üben und laute Vorlesen deiner Gedanken –
00:15:18wirst du niemals in der Lage sein, etwas einfach und gewandt zu erklären.
00:15:22Und schließlich: Wiederhole den Prozess.
00:15:24So fängst du an, die Gewohnheit zu kultivieren, klar zu denken und zu sprechen.
00:15:28Das eine geht nicht ohne das andere.
00:15:30Und diese Botschaft möchte ich dir noch mitgeben:
00:15:31Wenn du im Moment nicht klar kommunizieren kannst
00:15:33und dich aktuell nicht als großartigen Kommunikator siehst,
00:15:37denk daran: Wie du derzeit kommunizierst, ist nur eine Reihe von Verhaltensweisen,
00:15:41die du mit der Zeit verbessern kannst, indem du die Dinge aus diesem Video übst.
00:15:45Du bist nicht auf deine jetzige Art zu kommunizieren festgelegt.
00:15:47Hänge also nicht so sehr an dem, wer du in der Gegenwart bist,
00:15:49dass du der zukünftigen Version von dir keine Chance gibst.
00:15:53Wir sehen uns im nächsten Video.