00:00:00Man muss kein brillanter Redner sein,
00:00:02um ein großartiger Storyteller zu werden.
00:00:03Doch wer wirklich gut Geschichten erzählen will,
00:00:05muss diese fünf Fallen vermeiden,
00:00:08in die 99 % der Menschen tappen, ohne es zu merken.
00:00:11Was ich heute mit euch teile,
00:00:13habe ich in persönlichen Gesprächen bis hin
00:00:15zu einem Publikum von 30.000 Menschen getestet.
00:00:18Nach einem Jahrzehnt Coaching für tausende Menschen
00:00:21zum Thema Kommunikation sehe ich immer wieder dieselben fünf Fehler,
00:00:24die sich ständig wiederholen.
00:00:26Fehler, die einen unsympathisch machen, belanglos
00:00:29und – am schlimmsten – unsichtbar.
00:00:31Sobald man aufhört, sie zu machen,
00:00:32wird man merken, wie anders die Leute auf einen reagieren.
00:00:35Falle Nummer eins: Publikumsblindheit.
00:00:38Das passiert, wenn man so in seiner Geschichte versinkt,
00:00:40dass man gar nicht merkt, wie das Publikum
00:00:42schon längst abgeschaltet hat
00:00:43und gar nicht mehr zuhört.
00:00:45Wir alle haben diesen einen Freund,
00:00:47bei dem wir laut seufzen, wenn er eine Geschichte anfängt,
00:00:51weil er sich in tausend Details verliert,
00:00:53die für den eigentlichen Punkt völlig egal sind.
00:00:56Das ist die häufigste Form von Publikumsblindheit.
00:01:00Man erschlägt den Zuhörer mit irrelevantem Kontext,
00:01:03was zu Verwirrung und Überforderung führt.
00:01:06Die Folge: Sie hören auf zuzuhören.
00:01:08Es gibt aber noch zwei weitere Varianten.
00:01:11Schaut mal, ob ihr sie in dieser Szene erkennt.
00:01:14„Also, ich sitze da und plötzlich
00:01:16kommt Caroline mit dieser riesigen Box rein.
00:01:18Du weißt ja, wie Caroline ist.
00:01:19Und alle schauen mich an,
00:01:20als ob ich irgendwas tun müsste.
00:01:22Es ist echt schräg, weil es Dienstag ist
00:01:24und im ganzen Haus niemand Avocados mag, oder?“
00:01:28„Moment mal, wer ist Caroline,
00:01:30was war mit dem Drucker?
00:01:31Und warum erzählst du mir das?“
00:01:33„Ich will nur dein Paket abliefern.
00:01:34Unterschreib einfach kurz, damit ich weiterkann.“
00:01:37Habt ihr bemerkt, woran es lag?
00:01:39Das zweite Symptom der Publikumsblindheit ist,
00:01:41wichtige Zusammenhänge und Details wegzulassen.
00:01:45Dadurch ergibt die Geschichte für den Zuhörer keinen Sinn.
00:01:47Und das dritte Symptom war,
00:01:49dass er keinen klaren Punkt hatte.
00:01:52Er wusste nicht, wie er zum Ende kommen soll.
00:01:54Er hat einfach immer weiter geredet.
00:01:57Wenn man so abschweift,
00:01:59wenn die Geschichte keine klare Aussage hat
00:02:01und man keine Eckdaten liefert,
00:02:03damit die Story verständlich bleibt,
00:02:05dann schalten die Leute geistig ab.
00:02:07Man muss ein klares Bild zeichnen,
00:02:09indem man den nötigen Kontext und Details gibt,
00:02:12und die Story durch einen klaren Punkt
00:02:14für das Gegenüber relevant machen.
00:02:16Bevor ihr also jemandem etwas erzählt,
00:02:18stellt euch diese zwei Fragen:
00:02:20Erstens: Welche Details sind wirklich nötig,
00:02:23damit die Geschichte Sinn ergibt?
00:02:25Zweitens:
00:02:26Was ist die eine Sache, die hängen bleiben soll?
00:02:29Baut die Geschichte genau darum auf
00:02:31und lasst alles andere weg.
00:02:33Falle Nummer zwei: Erfolgsprahlen.
00:02:37Das passiert, wenn man nur von Siegen und Erfolgen erzählt,
00:02:40von den Highlights und Errungenschaften,
00:02:42aber den Teil weglässt,
00:02:43der einen für andere menschlich macht.
00:02:45– „Hey, Vin.“
00:02:46– „Na, Kumpel. Schön dich zu sehen.
00:02:48Seit den Pfadfindern nicht mehr gesehen.“
00:02:49– „Was gibt’s Neues?“
00:02:50– „Ach, ich habe gerade einen kleinen 6-Millionen-Deal klargemacht.
00:02:54Nichts Besonderes.
00:02:55Nur Kleingeld.“
00:02:56– „Cool, was ist das für ein...“
00:02:57– „Oh, und ich habe endlich mein Sixpack.
00:03:00Schau mal hier.“
00:03:02(dramatische Musik)
00:03:05– „Wow, du musst echt hart trainiert haben.“
00:03:12– „Und ich habe mir endlich meine Traumuhr gegönnt.“
00:03:15– „Ah, die ist echt schick, Mann.“
00:03:17– „Für meine Sammlung.“
00:03:19– „Guck sie dir an.
00:03:20Schau sie dir an, Andy.
00:03:22Sieh mal, wie sie glänzen.“
00:03:24– „Okay, Hand aufs Herz.
00:03:26Ich habe kein Sixpack.
00:03:27Ich habe eher ein Fass, und zwar nur eins.
00:03:29Ich habe keine sechs Uhren
00:03:31und auch keinen 6-Millionen-Sponsoring-Deal – noch nicht.
00:03:35Apple, falls ihr zuhört,
00:03:36ich warte auf den 6-Millionen-Deal.“
00:03:39Aber habt ihr gemerkt, was im Beispiel eben fehlte?
00:03:42Der Kampf, der Preis, die menschliche Komponente.
00:03:46Das macht einen nicht direkt unsympathisch,
00:03:49aber die Leute werden die Augen verdrehen.
00:03:51Menschen können mit Erfolg nichts anfangen.
00:03:53Sie verbinden sich über den Kampf,
00:03:55und das ist ein entscheidender Punkt.
00:03:57Wenn man nur die Highlights teilt,
00:03:59ohne die schwierigen Momente,
00:04:00den menschlichen Teil vor dem Erfolg,
00:04:03wirkt man nicht inspirierend.
00:04:05Sondern unnahbar und unnahbar.
00:04:08Denkt an eure Lieblingsfilme.
00:04:11Man liebt den Helden nicht,
00:04:13weil er von Anfang an gewinnt.
00:04:14Man liebt ihn,
00:04:15weil er sich durchkämpfen musste.
00:04:18Man hat mitgefühlt,
00:04:20wegen all der Hindernisse,
00:04:21die er für den Sieg überwinden musste.
00:04:23So vermeidet ihr
00:04:25die Falle des Erfolgsprahlens:
00:04:27Wenn ihr einen Sieg teilt, nennt auch den Preis.
00:04:30Statt „Ich habe einen 6-Millionen-Deal gelandet“,
00:04:33versucht es mal so:
00:04:35„Ich habe diesen Deal bekommen,
00:04:37aber es stand kurz vor dem Scheitern.
00:04:39Ich musste dreimal pitchen, wurde zweimal abgelehnt
00:04:42und musste meinen Ansatz komplett überarbeiten.
00:04:44Beim dritten Mal hatte ich wahnsinnige Angst,
00:04:46aber ich wusste: Wenn ich es nicht nochmal versuche,
00:04:48werde ich es bereuen.“
00:04:49Das eine ist nur das Ergebnis,
00:04:52das andere ist der Weg,
00:04:55den ich bis dahin gehen musste.
00:04:57Das ist es, womit Menschen sich identifizieren.
00:04:59Aber hier ist der Punkt:
00:05:00Falle zwei ist nur die Oberfläche.
00:05:02Drei, vier und fünf sind viel subtiler.
00:05:06Und sie sind es, die unbemerkt
00:05:08jede echte Verbindung im Keim ersticken.
00:05:11Falle Nummer drei: Aus einer Wunde sprechen statt aus einer Narbe.
00:05:16Ich weiß, das klingt erst mal komisch,
00:05:18lassen Sie es mich erklären.
00:05:19Hier geht es um besonders verletzliche Geschichten.
00:05:23Viele sprechen aus der Wunde,
00:05:25also wenn der Schmerz noch ganz frisch ist,
00:05:28wenn die Sache noch blutet
00:05:29und man sie noch nicht verarbeitet hat,
00:05:31noch nicht geheilt ist
00:05:33und noch nicht versteht, was dieser Schmerz bedeutet.
00:05:35Dann ist es schwer, diese Geschichten zu teilen,
00:05:39weil die Emotionen einen überrollen.
00:05:42Wenn man aber aus der Narbe spricht –
00:05:44also wenn die Wunde verheilt ist –
00:05:46kann man mit Klarheit und Perspektive erzählen
00:05:49und behält vor allem die emotionale Kontrolle.
00:05:52Man kann das Publikum durch die Lektion führen,
00:05:54ohne das Trauma im Moment selbst wieder zu durchleben
00:05:56und es damit zu einer traumatischen Erfahrung
00:05:57für alle Anwesenden zu machen.
00:06:00Ich erzähle euch mal, wie ich das selbst falsch gemacht habe.
00:06:04Vor ein paar Jahren,
00:06:05in einem meiner Kommunikations-Workshops,
00:06:07wollte ich eine sehr persönliche Geschichte über meine Oma teilen.
00:06:09Das Problem war:
00:06:11Ich hatte die Emotionen noch nicht verarbeitet.
00:06:13Es war alles noch viel zu frisch.
00:06:16Mitten in der Geschichte brach ich völlig zusammen.
00:06:19Ich fing richtig an zu heulen.
00:06:21Ich bekam kaum Luft,
00:06:23fing an zu hyperventilieren
00:06:24und musste den Raum verlassen.
00:06:26Natürlich waren die Studenten mitfühlend.
00:06:30Aber als Lehrer hatte ich in dem Moment versagt,
00:06:33denn statt ihnen etwas beizubringen,
00:06:35das sie für sich nutzen können,
00:06:37fühlten sie sich plötzlich für mein Wohlbefinden verantwortlich.
00:06:40Die Lektion, die ich vermitteln wollte,
00:06:42ging völlig unter, weil ich die Fassung verlor.
00:06:46Es sollte eine inspirierende Geschichte über Liebe sein,
00:06:50aber stattdessen machte ich den Kurs
00:06:51zu einer Therapiesitzung.
00:06:53Verletzlichkeit ist mächtig,
00:06:55aber unverarbeiteter Schmerz wirkt auf andere wie eine Last.
00:06:58Wenn man eine Geschichte teilt, die noch nicht geheilt ist,
00:07:02passieren drei Dinge:
00:07:03Erstens: Das Publikum fühlt sich für deine Heilung verantwortlich.
00:07:07Wenn du noch blutest,
00:07:08fühlen sich andere gedrängt, dich zu trösten oder zu retten.
00:07:11Zweitens: Da du es noch nicht verarbeitet hast,
00:07:13fehlt der Geschichte die tiefere Bedeutung,
00:07:15und bei den Leuten kommt nur die Schwere an.
00:07:18Ihr kennt das sicher.
00:07:19Man spricht mit einem Freund, dem es schlecht geht,
00:07:21und wenn man geht,
00:07:22fühlt man sich selbst einfach nur niedergeschlagen.
00:07:26Und drittens:
00:07:28Der Zuhörer bekommt das Gefühl,
00:07:30plötzlich dein Therapeut sein zu müssen.
00:07:32Dabei war deine eigentliche Absicht,
00:07:34eine Verbindung herzustellen.
00:07:35Aber niemand hat sich als Therapeut gemeldet.
00:07:37Ihr seht also: Verletzliche Geschichten
00:07:40muss man richtig angehen.
00:07:41Man muss erst heilen
00:07:43und dann aus einer Position der Stärke erzählen.
00:07:46Vin, wie macht man das?
00:07:48Ich nutze ein einfates 3-Schritte-System: TSL.
00:07:52Testen, Stabilisieren, Leiten (Lead).
00:07:55Testen bedeutet:
00:07:57Probiere es zuerst in einem sicheren Umfeld aus.
00:07:59Erzähle die Geschichte vertrauten Freunden,
00:08:01um zu sehen, wie es dir emotional dabei geht.
00:08:05Kannst du sie erzählen, ohne die Fassung zu verlieren?
00:08:07Dann: Stabilisiere deine Emotionen.
00:08:11Übe das Erzählen so lange,
00:08:14bis du nicht mehr von Gefühlen überwältigt wirst.
00:08:16Es ist okay, etwas zu fühlen,
00:08:18aber du solltest das Gefühl kontrollieren,
00:08:20nicht umgekehrt.
00:08:22Und L: Leite mit der Lektion.
00:08:24Achte darauf, beim Erzählen
00:08:26nicht den emotionalen Schmerz in den Mittelpunkt zu stellen,
00:08:29sondern das, was du daraus gelernt hast.
00:08:32Das sollte der Kern deiner Geschichte sein.
00:08:33Heb das hervor.
00:08:35Überleg dir: Was sollen die Leute mitnehmen?
00:08:38Um bei der Metapher zu bleiben:
00:08:41Narben erzählen bessere Geschichten als Wunden.
00:08:44Und wenn ihr tiefer
00:08:46in den Aufbau von Geschichten eintauchen
00:08:47und auch unter Druck gut kommunizieren wollt,
00:08:49habe ich ein kostenloses zweistündiges Training aufgenommen.” darin
00:08:50lehre ich drei starke Kommunikations-Frameworks,
00:08:53die euch helfen, klarer, strukturierter
00:08:56und selbstbewusster zu sprechen – weg vom Geschwafel, hin zur Verbindung.
00:08:59Den Link findet ihr in der Beschreibung,
00:09:00oder scannt einfach den QR-Code.
00:09:03Alles klar, Falle Nummer vier:
00:09:05Alles dreht sich nur um dich, dich, dich und nochmal dich.
00:09:09Genau, um dich.
00:09:10Vielen ist das nicht klar:
00:09:12Wenn man eine Geschichte erzählt,
00:09:14will das Publikum nicht nur dich darin sehen.
00:09:18Sie suchen auch nach sich selbst in der Story.
00:09:22Sie fragen sich: Kann ich das nachempfinden?
00:09:24Was lerne ich daraus?
00:09:26Was hat das mit mir zu tun?
00:09:30Wenn die Geschichte nur deine Erfahrung zeigt,
00:09:33ohne Raum für ihr eigenes Erleben,
00:09:35werden sie dich nicht hassen, aber sie schalten geistig ab.
00:09:39Ich zeig euch genau, was ich meine.
00:09:41„Ich war letzten Monat Fallschirmspringen und für mich
00:09:44war das die krasseste Erfahrung meines Lebens.“
00:09:49– „Wow, ich kann mir kaum vorstellen, wie das ist.“
00:09:53– „Natürlich kannst du das nicht, Peter.
00:09:54Bist du etwa mit 60 Metern pro Sekunde
00:09:56im freien Fall durch die Luft gerast?“
00:09:59– „Das ist so anstrengend.
00:10:00Ich hab keine Ahnung, wovon er redet.“
00:10:02– „Ich kann dazu null Relatabilität aufbauen.
00:10:04Was macht er da mit seinen Händen?“
00:10:05– „Völlig verwirrend.“
00:10:06– „Und meine Wangen haben so im Wind geflattert.“
00:10:08(Klatschen)
00:10:10„Mann, mein Leben ist echt der Wahnsinn.
00:10:12Kein Wunder, dass ich keinen Draht zu meinem Team finde,
00:10:14deren Leben ist halt nicht so krass.“
00:10:17In diesem Beispiel gibt es keinen Anknüpfungspunkt.
00:10:20Es ist nichts für sie dabei.
00:10:22Sie können sich nicht in die Situation hineinversetzen.
00:10:25Wenn man eine Geschichte nur erzählt,
00:10:27um Freunde neidisch zu machen oder in Erinnerungen zu schwelgen,
00:10:31bitte, nur zu.
00:10:33Manchmal dienen Geschichten nur dem Spaß.
00:10:35Aber wer wirklich eine tiefe Verbindung aufbauen,
00:10:38inspirieren und beeinflussen will,
00:10:40muss die anderen in die Geschichte einbeziehen,
00:10:42damit sie sich darin wiederfinden.
00:10:45Hier ist die Lösung:
00:10:46Achtet beim Erzählen darauf,
00:10:47diese drei Dinge einzubauen:
00:10:49Dich selbst (deine Erfahrung, deine Identität).
00:10:53Die anderen (allgemeingültige menschliche Momente,
00:10:56mit denen man sich identifizieren kann).
00:10:57Und den Nutzen für sie (die Lektion,
00:10:59die Erkenntnis aus der Geschichte).
00:11:02Wiederholen wir das Fallschirmsprung-Beispiel noch mal.
00:11:07– „Wow, ich kann mir Fallschirmspringen gar nicht vorstellen.“
00:11:09– „Ganz ehrlich, ich hätte es fast gelassen.
00:11:11Kennst du dieses flaue Gefühl im Magen,
00:11:13kurz bevor man etwas Beängstigendes tut?“
00:11:14– „Aber dann musste ich daran denken, was du mir mal gesagt hast:
00:11:17Dass es im Leben wichtig ist, Dinge zu tun, vor denen man Angst hat.“
00:11:20– „Das hat mir den Mut zum Sprung gegeben.
00:11:23Und dieses Adrenalin – gerade du würdest es lieben!“
00:11:25– „Wahnsinn, jetzt kann ich es mir richtig vorstellen,
00:11:28weil du mich in die Geschichte einbezogen hast.“
00:11:30– „Danke, Vin.“
00:11:32– „Tu es nicht.“
00:11:33– „Mach es nicht.“
00:11:36– „Ist das nicht viel besser?“
00:11:37Jetzt gibt es einen Mehrwert.
00:11:39Jetzt gibt es etwas, das sie fühlen und mitnehmen können.
00:11:41Das Publikum will nicht nur dich sehen.
00:11:44Sie wollen sich selbst sehen.
00:11:47Und sie wollen etwas mitnehmen,
00:11:49das sie auf ihr eigenes Leben anwenden können.
00:11:52Fallen eins bis vier lassen Leute abschalten.
00:11:54Aber die nächste macht euch richtig unsympathisch.
00:11:56Belehren statt Teilen.
00:11:59Das ist, wenn sich das Erzählte
00:12:02wie eine Standpauke anfühlt.
00:12:05Glaubt mir, die Leute hassen das.
00:12:07Das zeigt sich auf drei Arten:
00:12:09Du hältst Vorträge, statt eine Ebene zu finden.
00:12:11Du sagst anderen, was sie tun *sollen*,
00:12:13statt zu zeigen, wie du selbst gestruggelt
00:12:15und es schließlich gelöst hast.
00:12:17Oder du wirst zum Papagei.
00:12:19Du wiederholst die Lektion so oft,
00:12:21dass die Leute nur noch die Augen verdrehen
00:12:22und denken: „Gott, das hab ich jetzt schon hundertmal gehört.“
00:12:24Schaut mal, welche Version mich unsympathischer macht.
00:12:26Die erste, wo ich wie ein Papagei klinge
00:12:30und euch eine Lektion aufzwingen will,
00:12:32nur damit ihr mir zuhört,
00:12:34oder die Version, in der ich eine Geschichte nutze
00:12:36und das Storytelling die Arbeit machen lasse,
00:12:40wo die Geschichte selbst die Überzeugung leistet.
00:12:42„Ihr solltet mehr Sport machen, das ist gesund.
00:12:45Wenn nicht, werdet ihr krank,
00:12:47und das ist nicht gut für die Gesundheit.“
00:12:49„Geht ins Fitnessstudio, seid gesund, nicht ungesund.“
00:12:50„Gesund, gesund, gesund, gesund, gesund.“
00:12:53„Es gab eine Zeit in meinem Leben,
00:12:55da habe ich ein ganzes Jahr lang keinen Sport gemacht.“
00:12:57„Ich weiß noch, wie ich mit meinen Kindern
00:13:00im Garten herumgetobt bin.“
00:13:01„Als ich meinen Sohn hochhob, verhob ich mir den Rücken.“
00:13:02„Mein Sohn rief: ‚Papa, lass uns weiterspielen!‘“
00:13:05„Aber ich konnte nicht, weil ich Schmerzen hatte.“
00:13:08„Da wurde mir schlagartig klar:
00:13:10Wenn ich für meine Kinder da sein will,
00:13:11wenn ich mehr mit ihnen spielen will,
00:13:14muss ich anfangen, auf meine Gesundheit zu achten.“
00:13:15„Ich muss wieder ins Fitnessstudio gehen,“
00:13:17„ich muss wieder Krafttraining machen.“
00:13:18„Ich erzähle dir das,
00:13:20weil du auch drei Kinder hast.“
00:13:22„Wir werden beide nicht jünger,
00:13:24und ich glaube, es ist so wichtig,
00:13:26dass wir unsere Gesundheit schützen
00:13:28und das Thema ernst nehmen.“
00:13:29Seht ihr den Unterschied?
00:13:30Im ersten Beispiel wirkte ich wie ein komischer Vogel.
00:13:32– „Ich sah zwar immer noch verdammt gut aus,“
00:13:33– „aber ich habe dem anderen die Idee nur so um die Ohren gehauen.“
00:13:35In der zweiten Version fühlte sich die Überzeugung natürlich an.
00:13:37Ganz organisch.
00:13:39Und das Nächste: Guru-Attitüde.
00:13:43Wenn man mit Leuten spricht,
00:13:47als wäre man ein Gott, der zu Sterblichen herabredet.
00:13:48Wenn man anfängt zu glauben,
00:13:50dass man unfehlbar ist.
00:13:51Das Schlimmste daran ist,
00:13:55wenn man glaubt, man sei der Beste.
00:13:57Dann wird man arrogant und spricht anders.
00:13:58Dabei gibt es einen gewaltigen Unterschied
00:13:59zwischen gesundem Selbstvertrauen
00:14:02und Arroganz.
00:14:04Ein arroganter Mensch hält sich für etwas Besseres.
00:14:05Ein selbstbewusster Mensch glaubt,
00:14:07dass wir alle auf Augenhöhe sind.
00:14:09– „Ich eingeschlossen.“
00:14:12„Ich kann von dir genauso lernen
00:14:14wie du von mir.“
00:14:16Wer aus einer Haltung des Selbstvertrauens kommt
00:14:18statt aus Arroganz, wirkt ganz anders.
00:14:19Behaltet also immer im Hinterkopf:
00:14:21„Ich kann von jedem etwas lernen.“
00:14:23Das sorgt für ein souveränes Auftreten
00:14:27statt für den totalen Arschloch-Modus.
00:14:28Diese Storytelling-Fallen zu kennen,
00:14:31ist nur die halbe Miete.
00:14:33Die andere Hälfte ist,
00:14:36die Kunst des Geschichtenerzählens auch wirklich zu üben.
00:14:38Dafür muss man am Ball bleiben.
00:14:40Deshalb habe ich eine exklusive Coaching-Session aufgenommen,
00:14:42in der ich sieben starke Storytelling-Geheimnisse
00:14:44mit echten Schülern analysiere.
00:14:47Klickt also hier auf das Video,
00:14:50wenn ihr euer Storytelling jetzt auf das nächste Level heben wollt.
00:14:53with real students.
00:14:55So click the video here
00:14:56if you wanna level up storytelling now.