Interessiert es jemanden, welches Framework du nutzt?

MMaximilian Schwarzmüller
컴퓨터/소프트웨어창업/스타트업자격증/평생교육AI/미래기술

Transcript

00:00:00Wie wichtig ist die Wahl des Tech-Stacks für Entwickler wie dich und mich jetzt im April 2026, angesichts all der Ereignisse im KI-Bereich,
00:00:23den Fortschritten bei KI-Modellen und, was noch wichtiger ist, den KI-Agent-Frameworks wie Claude Code, Codex und so weiter?
00:00:31Ich habe Videos und Kurse zu diesen Tools erstellt, falls es dich interessiert – meine Kurse zu Claude Code und Codex sind sehr beliebt.
00:00:42Aber die Frage, die ich mir heute genauer ansehen und zu der ich meine Meinung teilen möchte, lautet: Wie wichtig ist die Wahl des Tech-Stacks heute noch?
00:00:57Spielt sie noch eine Rolle, oder sollten wir die KI entscheiden lassen? Oder sollten wir Entscheidungen treffen, weil wir wissen, dass wir KI nutzen werden?
00:01:16Die einfachste Form, sich nicht um den Tech-Stack zu scheren – und ich betrachte das primär aus der Sicht der Webentwicklung, da das mein Hauptfeld ist –
00:01:29wäre der Weg, ein Tool wie Claude Code zu nutzen und sich einfach nicht darum zu kümmern, welcher Tech-Stack dabei gewählt wird.
00:01:47Wen kümmert es, ob man TypeScript und Next.js mit React nutzt oder doch lieber Vanilla JavaScript mit TanStack Start oder vielleicht Angular?
00:02:09Man könnte die KI entscheiden lassen, aber hier betreten wir den Bereich des "Vibe Coding" – denn wir als Entwickler treffen keine eigenen Entscheidungen mehr.
00:02:16Sobald man aufhört, Entscheidungen zu treffen und die KI zu steuern, sobald einem der Code egal ist – das ist meine Definition von Vibe Coding.
00:02:45Man könnte natürlich argumentieren, dass diese Entscheidungen keine Rolle mehr spielen, aber darauf komme ich gleich noch zurück.
00:02:59Ein anderer Aspekt ist: Man trifft als Entwickler zwar noch eine Wahl, aber diese wird davon beeinflusst, dass man KI zur Unterstützung nutzt.
00:03:16Man prüft den Code noch selbst, man betreibt kein Vibe Coding, aber man wählt einen Stack, von dem man weiß, dass die KI ihn gut beherrscht.
00:03:44Man nutzt etwa TypeScript und Next.js mit React, weil es dafür massenhaft Trainingsdaten gibt und die KI darin einfach besser performt.
00:04:06Das sind die zwei Hauptpunkte: Entweder es ist einem egal und man lässt die KI wählen (Vibe Coding) oder man lässt die Wahl von der KI beeinflussen.
00:04:28Ich würde behaupten, beide Ansätze sind gewissermaßen falsch und etwas kurzsichtig.
00:04:43Gerade jetzt ist es für Entwickler wichtiger denn her, eine Meinung zum Tech-Stack zu haben und kluge, fundierte Entscheidungen zu treffen.
00:05:06Denn die Art und Weise, wie wir Entwickler arbeiten, verschiebt und verändert sich grundlegend.
00:05:24Wir schreiben weniger Code. Ich schreibe definitiv weniger Code. Das mag bei dir anders sein, aber in der Branche ist der Trend eindeutig.
00:05:36Die Entwicklung geht dahin, weniger selbst zu schreiben und stattdessen diese KI-Agenten und Tools zu orchestrieren und zu steuern.
00:05:53Das bedeutet aber auch, dass die Entscheidungen, die wir vorab treffen, noch an Bedeutung gewinnen.
00:06:13Wenn man sich nur noch auf das Vibe Coding verlässt und der KI alle Entscheidungen überlässt, ist das keine gute Zukunft für einen Entwickler.
00:06:28Denn wer braucht einen Entwickler, der die KI nur fragt, ohne eine eigene Meinung oder Einfluss auf das Ergebnis zu haben? Niemand braucht das.
00:06:43Für einen schnellen Prototypen oder eine interne Anwendung, die nur funktionieren muss und bei der Sicherheit oder Nischenfälle egal sind, mag das okay sein.
00:06:51Es gibt durchaus Anwendungsfälle, in denen Vibe Coding ein valider Ansatz sein kann, um schnell etwas auf die Beine zu stellen.
00:07:01Besonders nützlich ist es für Leute, die gar nicht programmieren können, sich aber so die Software bauen, die sie für sich selbst benötigen.
00:07:09Trotz aller Nachteile hat Vibe Coding also seinen Zweck. In diesen Fällen spielt der Tech-Stack oft keine Rolle, und die Nutzer kennen die Optionen oft gar nicht.
00:07:20Nun zum Punkt, die Wahl von der KI beeinflussen zu lassen: Das war vielleicht vor einem Jahr ein gültiges Argument, aber heute definitiv nicht mehr.
00:07:34Natürlich hat die KI einen "Lieblings-Stack". Wenn man die KI einfach machen lässt, bekommt man im Web-Bereich meist TypeScript, React, Next.js und Tailwind.
00:07:45Das liegt an der enormen Menge an Trainingsdaten für diese Technologien. Aber es kommt auch darauf an, welche Daten man betrachtet.
00:08:00Nimmt man Code aus den frühen 2010er Jahren dazu, gab es dort noch kein Tailwind und kaum TypeScript oder Next.js.
00:08:10Stattdessen gab es Unmengen an Projekten mit Vanilla JavaScript und jQuery – auch diese Daten sind natürlich im Training vorhanden.
00:08:17Dass dies nicht der Lieblings-Stack der KI ist, liegt also nicht nur an der reinen Datenmenge, auch wenn diese natürlich wichtig ist.
00:08:31Es liegt auch daran, dass diese KI-Modelle verschiedene Phasen durchlaufen, bevor wir sie nutzen können.
00:08:44Es gibt das Pre-Training, das Fine-Tuning und Reinforcement Learning. In diesen Phasen formen die Anbieter das Verhalten der Modelle gezielt.
00:09:04Und dann sind da noch die System-Prompts. Wenn du ein Tool wie Claude Code nutzt, gibt es einen unsichtbaren Prompt, der das Modell anweist.
00:09:20Wir wissen bereits, dass diese Modelle so beeinflusst wurden, dass sie bestimmte Technologien wie TypeScript und React bevorzugen.
00:09:34Warum? TypeScript eignet sich zum Beispiel hervorragend für KI, weil das Modell den erzeugten Code durch Typprüfungen selbst validieren kann.
00:09:51Natürlich ist fehlerfreier Typ-Code nicht automatisch guter Code oder funktional korrekt, aber es ist ein wichtiger Indikator.
00:10:07Typisierte Sprachen liefern tendenziell bessere Ergebnisse als reines JavaScript. Das sind Gründe für diesen bevorzugten Tech-Stack.
00:10:24Man könnte also meinen, es sei klug, sich diesem Standard anzuschließen, um die besten Ergebnisse von der KI zu erhalten.
00:10:43Vielleicht entscheidet man sich gegen Vanilla JavaScript, weil man gehört hat, dass KI von typsicheren Sprachen wie TypeScript profitiert.
00:10:57Da ist sicher etwas Wahres dran, aber jetzt, im April 2026, hat sich immer wieder gezeigt, dass KIs wie Claude Code jeden Tech-Stack beherrschen.
00:11:03Früher war es nervig, mit ganz neuen Bibliotheken zu arbeiten, für die es kaum oder gar keine Trainingsdaten gab – aber das ist vorbei.
00:11:14Als Entwickler kannst du heute einfach die Dokumentation jeder beliebigen Bibliothek nehmen – sei es die neueste Nuxt.js-Version oder Svelte 5.
00:11:28Oder TanStack Start, was noch relativ neu ist. Du kopierst die relevanten Artikel einfach in den Kontext deiner Chat-Sitzung.
00:11:42Die KI versteht die Code-Beispiele und Erklärungen sofort und wendet sie auf deine Codebasis an – so kannst du auch brandneue Libraries nutzen.
00:11:51Heutzutage musst du die Doku oft nicht mal mehr manuell heraussuchen. Ein präziser Prompt reicht meist aus.
00:12:03Du sagst der KI einfach, sie soll die Dokumentation von TanStack Start suchen. Moderne Agenten wie Claude Code verfügen über eine Websuche.
00:12:17Man kann sich darauf verlassen, dass sie die Doku finden. Zudem lässt sich das Verhalten durch spezifische "Skills" steuern.
00:12:23Ich habe zum Beispiel einen Code-Research-Skill. Darin beschreibe ich der KI exakt, wie sie nach Dokumentationen suchen und diese einbinden soll.
00:12:30Mit solchen Hilfsmitteln musst du die Infos nicht mehr selbst liefern; die KI sucht und integriert die nötigen Daten bei Bedarf eigenständig.
00:12:34Und – Überraschung – als Entwickler kann man natürlich auch immer noch selbst Code schreiben.
00:12:44Es zeigt sich, dass KIs dazu neigen, den bereits vorhandenen Code-Stil in einem Projekt einfach fortzuführen und zu replizieren.
00:12:49Wenn du also ein Projekt mit Nuxt.js oder TanStack Start aufgesetzt und erste Funktionen oder Routen erstellt hast,
00:12:55wird die KI das erkennen. Sie wird dann nicht plötzlich anfangen, Next.js-Syntax in einem TanStack-Projekt zu verwenden.
00:13:02Bestehender Code, der richtige Kontext und das gezielte Einbinden von Dokumentation – all das zusammen macht es heute kinderleicht,
00:13:12mit einem Tech-Stack oder Bibliotheken zu arbeiten, die eben nicht der Standard sind oder der KI weniger bekannt sein könnten.
00:13:19Das ist meine persönliche Erfahrung, und ich lese auf X oft von anderen Entwicklern, denen es ganz genauso geht.
00:13:28Es funktioniert heute einfach reibungslos. Vor einem Jahr war das vielleicht noch anders, aber heute ist es absolut praktikabel.
00:13:35Das bringt mich zurück zu meiner Ausgangsfrage: Spielt die Wahl des Tech-Stacks überhaupt noch eine Rolle?
00:13:45Es ist toll, dass wir die Wahl haben und nicht zu einem bestimmten Pfad gezwungen werden. Aber ist die Entscheidung wichtig? Ich sage: Ja, absolut.
00:13:52Wie ich anfangs sagte, ist genau das einer der Punkte, der einen echten Entwickler von einem Laien unterscheidet.
00:13:59Unterschiedliche Projekte profitieren von unterschiedlichen Technologien. Theoretisch kann man zwar fast alles mit jedem Stack bauen,
00:14:09und oft ist es auch egal – aber eben nicht immer. Wenn Performance entscheidend ist – und ich meine nicht Performance für nur zehn Nutzer –
00:14:20sondern für wirklich große Projekte, dann wählt man vielleicht lieber eine Backend-Sprache wie Go anstelle von TypeScript.
00:14:30Einfach, weil man eine bessere Leistung und einen geringeren Speicherverbrauch anstrebt.
00:14:41Gleichzeitig gibt es natürlich keinen Grund für Überoptimierung, wenn man noch gar nicht weiß, wie viele Nutzer man überhaupt haben wird.
00:14:53Sollte die Anwendung jemals unter der Last zusammenbrechen, kann man sie jederzeit umschreiben – was dank KI heute leichter ist als je zuvor.
00:15:08Trotzdem bleiben diese Entscheidungen wichtig. Es zählt auch, was du als Entwickler bereits beherrscht.
00:15:20Wer Profi in Angular ist, hat keinen Grund, eine React-App zu bauen. Man will den Code schließlich verstehen und selbst eingreifen können,
00:15:30um die KI in die richtige Richtung zu lenken. Wir wollen keine Vibe Coder werden, sondern unser Wissen durch KI erweitern und hebeln.
00:15:40Wenn man eine Technologie also sehr gut beherrscht, ist das ein hervorragender Grund, sich genau für diesen Framework oder diese Sprache zu entscheiden.
00:15:44Der Tech-Stack ist also weiterhin entscheidend. Verschiedene Sprachen und Libraries haben alle ihre spezifische Daseinsberechtigung.
00:15:56Man könnte zwar argumentieren, dass sich die Gründe für die Wahl verschieben. Vor fünf oder sechs Jahren erschien gefühlt jede Woche eine neue Library.
00:16:04Oft ging es dabei primär um eine bessere Ergonomie für uns Entwickler. Das ist heute vielleicht nicht mehr ganz so relevant.
00:16:16Heute könnte eine Library erfolgreich sein, weil sie besonders gut mit KI-Agenten harmoniert und für diese leicht zu erfassen ist,
00:16:23während sie gleichzeitig für Menschen lesbar und verständlich bleibt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es in diese Richtung geht.
00:16:35Einige alte Gründe für die Wahl eines Stacks fallen weg, weil wir weniger Code selbst schreiben. Aber für mich persönlich zählt auch die Ästhetik.

Key Takeaway

Trotz der Dominanz von KI-Agenten im April 2026 bleibt die fundierte Wahl des Tech-Stacks essenziell, da Entwickler vom reinen Codeschreiben zur Orchestrierung wechseln und Expertise benötigen, um KI-Ergebnisse jenseits von Standard-Frameworks wie React zu validieren.

Highlights

KI-Agenten wie Claude Code bevorzugen TypeScript und React, da Typprüfungen die automatische Validierung von generiertem Code ermöglichen.

Entwickler nutzen moderne Agenten mit Websuche-Skills, um Dokumentationen von Bibliotheken wie TanStack Start oder Svelte 5 in Echtzeit zu integrieren.

Vibe Coding definiert den Zustand, in dem Entwickler keine eigenen Entscheidungen mehr treffen und die Kontrolle über den Tech-Stack vollständig der KI überlassen.

KI-Modelle replizieren bei der Arbeit konsequent den bereits im Projekt vorhandenen Code-Stil und die gewählte Syntax.

Die Wahl einer Backend-Sprache wie Go bleibt für Großprojekte aufgrund von Performance und geringerem Speicherverbrauch gegenüber TypeScript entscheidend.

Im April 2026 ist die Beherrschung einer Technologie der wichtigste Grund für deren Wahl, um die KI effektiv steuern und den Code verstehen zu können.

Timeline

Status Quo der Tech-Stack-Wahl im KI-Zeitalter

  • KI-Agenten wie Claude Code und Codex verändern die Relevanz technischer Entscheidungen grundlegend.
  • Vibe Coding beschreibt den Verzicht auf technische Steuerung und das blinde Vertrauen in KI-Entscheidungen.
  • Die Wahl zwischen TypeScript, Next.js oder Vanilla JavaScript scheint oberflächlich an Bedeutung zu verlieren.

Die fortschreitende Entwicklung von KI-Modellen wirft die Frage auf, ob menschliche Entscheidungen bei der Wahl des Frameworks noch notwendig sind. Während Prototypen oft ohne tiefes technisches Verständnis entstehen, markiert Vibe Coding eine Grenze, an der Entwickler die Kontrolle über die Qualität und Struktur ihres Codes aufgeben. Für schnelle interne Anwendungen oder Nicht-Programmierer ist dieser Ansatz oft ausreichend.

Warum KIs bestimmte Frameworks bevorzugen

  • Massive Mengen an Trainingsdaten führen zu einer KI-Präferenz für TypeScript, React und Tailwind.
  • System-Prompts und Reinforcement Learning formen das Verhalten der Modelle zugunsten typsicherer Sprachen.
  • TypeScript ermöglicht es der KI, die funktionale Korrektheit durch automatisierte Typprüfungen besser einzuschätzen.

KIs haben einen sogenannten Lieblings-Stack, der auf der Dominanz bestimmter Technologien im Internet basiert. Anbieter beeinflussen Modelle durch Pre-Training und unsichtbare System-Prompts so, dass sie standardmäßig moderne Web-Technologien vorschlagen. Besonders typsichere Sprachen dienen als Indikator für fehlerfreien Code, was die KI in diesen Umgebungen leistungsfähiger macht.

Nutzung von Nischen-Stacks und neuen Bibliotheken

  • KI-Modelle beherrschen im Jahr 2026 jeden Tech-Stack durch die Echtzeit-Integration von Online-Dokumentationen.
  • Spezifische Code-Research-Skills erlauben es Agenten, Informationen über neue Frameworks wie Svelte 5 oder TanStack Start eigenständig zu finden.
  • Vorhandener Code im Projekt dient der KI als Kontext, um den etablierten Stil konsistent fortzuführen.

Die Abhängigkeit von statischen Trainingsdaten ist durch moderne Agenten mit Webzugriff aufgehoben. Entwickler können Dokumentationen einfach in den Chat-Kontext kopieren oder die KI anweisen, nach den neuesten Versionen zu suchen. Sobald ein Grundgerüst steht, erkennt die KI die Syntax und mischt nicht versehentlich verschiedene Framework-Logiken, was die Arbeit mit Nischen-Technologien reibungslos macht.

Die bleibende Relevanz menschlicher Expertise

  • Unterschiedliche Projekte erfordern spezifische Lösungen für Performance und Speicherverbrauch.
  • Die Beherrschung eines Frameworks ist die Voraussetzung dafür, die KI in die richtige Richtung zu lenken.
  • Zukünftige Bibliotheken könnten primär auf die Lesbarkeit für KI-Agenten und menschliche Ästhetik optimiert werden.

Fachwissen unterscheidet professionelle Entwickler von Laien, besonders wenn es um Skalierung und Optimierung geht. Wenn ein System unter Last zusammenbricht, hilft die KI zwar beim Umschreiben des Codes, aber die initiale Entscheidung für eine Sprache wie Go statt TypeScript spart langfristig Ressourcen. Die eigene Expertise bleibt der Hebel, um KI-Tools effektiv zu orchestrieren, statt nur passiver Nutzer zu sein.

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