78 % wollten dieses KI-Feature. Fast niemand hat es genutzt – Supriya Subudhi, Bumble
Original · 78% Wanted This AI Feature. Almost Nobody Used It - Supriya Subudhi, Bumble
Key Takeaway
Ein positives Ergebnis in Umfragen oder A/B-Tests für KI-Produkte ist erst der Anfang, da reale Nutzung, langfristige Kosten und globale Regulierungen den echten Erfolg bestimmen.
Highlights
78 Prozent der befragten Nutzer gaben an, sie würden sich KI-Foto-Feedback für ihr Dating-Profil wünschen, doch nach der Veröffentlichung nutzten nur 10 bis 15 Prozent das Feature tatsächlich.
Das erste verwendete Sprachmodell war etwa zehnmal so teuer wie ein einfacherer Ansatz, wodurch die Betriebskosten bei wachsender Nutzerzahl extrem anstiegen.
Regulatorische Hürden und unterschiedliche globale KI-Gesetze führten dazu, dass das neu entwickelte Feature zunächst ausschließlich in den USA gelauncht werden konnte.
Timeline
Einführung von A/B-Tests und KI-Produkten
Produktmanager vertreten die Nutzer und versuchen, deren Probleme im Rahmen der verfügbaren Ressourcen zu lösen. Bei KI-Produkten und Large Language Models reichen klassische A/B-Test-Metriken oft nicht aus, um den langfristigen Wert und die tatsächlichen Herausforderungen im Betrieb korrekt abzubilden.
- A/B-Tests vergleichen zwei Versionen einer Funktion oder E-Mail, um die bessere Variante zu ermitteln.
- Ein positives Testergebnis bei generativer KI markiert lediglich den Beginn des Prozesses und nicht das Ende.
- Bumble ist eine Dating-App mit über 20 Millionen monatlich aktiven Nutzern und begrenzten Ressourcen.
Nutzerverhalten und nahtlose Integration
Die Diskrepanz zwischen geäußertem Interesse und tatsächlicher Nutzung zeigt, dass Offenheit gegenüber KI kein Garant für Akzeptanz ist. Isolierte Funktionen werden von Anwendern häufig übersehen. Erst durch die kontextbezogene Integration an den Stellen, an denen Nutzer ohnehin agieren, steigt die Verwendung der Funktion spürbar an.
- 78 Prozent der Nutzer äußerten in Interviews den Wunsch nach Feedback für ihre Profilfotos.
- Lediglich 10 bis 15 Prozent der Nutzer verwendeten das neue KI-Foto-Feedback nach dem A/B-Test tatsächlich.
- Die Einbettung des Features direkt in bestehende Abläufe erhöhte die Akzeptanz signifikant.
Durchschnittswerte, Leitplanken und der Long Tail
Ein positiver Durchschnittserfolg reicht bei KI-Anwendungen nicht aus, da unvorhersehbare Ausreißer existieren. So riet die KI beispielsweise manchen Nutzern zum Lächeln, obwohl diese auf den Fotos bereits lächelten. Mithilfe von Evaluations-Tools und klaren Leitplanken ließ sich die Qualität der Ergebnisse über verschiedene Sprachen und demografische Segmente hinweg absichern.
- Positive Durchschnittswerte verschleierten fehlerhafte Empfehlungen im Long Tail der Daten.
- Strenge Leitplanken verhinderten, dass die KI vorschlug, körperliche Merkmale wie Hautfarbe oder Körpergröße zu verändern.
- Evaluierungs-Frameworks ermöglichten tiefe Einblicke in das tatsächliche Feedback, das verschiedene Nutzergruppen erhielten.
Kostenstruktur und Modellwahl
Der wirtschaftliche Erfolg eines KI-Features hängt stark von den Gesamtkosten inklusive Evaluierungen ab. Unternehmen müssen genau definieren, ob der Einsatz kurzfristigen Umsatz oder langfristige Markenbindung unterstützen soll. Um eine wirtschaftliche Skalierung zu ermöglichen, ist intensives Testen verschiedener Modelle und Prompts notwendig.
- Die Nutzung des qualitativ besten Sprachmodells verursachte zehnmal höhere Kosten als einfachere Alternativen.
- Im Gegensatz zu klassischem Machine Learning skalieren die Betriebskosten bei generativer KI linear mit der Anzahl der Nutzer und der Nutzungshäufigkeit.
- Der Wechsel zu einem günstigeren Modell reduzierte die Kosten, senkte jedoch gleichzeitig die Genauigkeit der Ergebnisse.
Regulierung und weltweite Verfügbarkeit
Nationale Vorschriften bergen finanzielle und rechtliche Risiken bei der internationalen Bereitstellung von KI-Funktionen. Entweder konzentrieren sich Unternehmen auf einzelne Kernmärkte wie die USA oder sie nehmen die zusätzlichen Kosten für länderspezifische Anpassungen auf sich. Das traditionelle Vorgehen rein nach dem gewonnenen A/B-Test reicht in der modernen KI-Entwicklung nicht mehr aus.
- Unterschiedliche und sich ständig ändernde KI-Regulierungen weltweit erschweren globale Produkteinführungen.
- Das Foto-Feedback-Feature konnte nach dem Start in den USA nicht direkt in anderen Ländern veröffentlicht werden.
- Produktmanager und Entwickler müssen rechtliche Compliance und länderspezifische Einschränkungen von Beginn an in die Entwicklung einbeziehen.
Description
Bumble product manager Supriya Subudhi shares five lessons from A/B testing an AI photo feedback feature in a dating app with over 20 million monthly users. 78% of surveyed users said they wanted feedback, but only 10-15% used it; the average win hid odd outputs like telling smiling people to smile more; the best model cost about 10x more; switching to a cheaper model also shrank the results; and regulation meant the feature couldn't ship outside the US. She closes with five questions to ask before you call any AI test a win. Chapters: 0:00 Intro 1:31 Bumble's AI photo feedback feature 2:38 1. Users ask for it, then ignore it 5:19 2. The average win hides the tail 7:54 3. Green dashboard, red bill 10:37 4. The win came from the model 11:49 5. There may be no global rollout 13:54 Five questions to ask Supriya Subudhi https://bumble.com Join us in SF for the second annual AIE CODE summit: https://aie.codes our last flagship summit of 2026. Applications live now!
