Eigener KI GitHub Code-Reviewer (No-Code n8n Tutorial)

TThe Coding Koala
Computing/SoftwareSmall Business/StartupsInternet Technology

Transcript

00:00:00Vor Kurzem bin ich auf ein Tool namens CodeRabbit gestoßen, das im Grunde ein KI-gestützter
00:00:05Code-Review-Assistent ist. Es lässt sich in Plattformen wie GitHub integrieren und gibt
00:00:10zeilenweises Feedback zu Pull-Requests. Die Idee ist simpel, aber extrem wirkungsvoll. Sobald man
00:00:16einen Pull-Request öffnet, prüft eine KI automatisch den Code, schlägt Verbesserungen vor,
00:00:22weist auf Bugs hin und markiert potenzielle Probleme. Aber wie bei den meisten KI-Tools heute
00:00:28ist die kostenlose Version recht limitiert, und für den vollen Funktionsumfang braucht man
00:00:33ein Abo. Also habe ich getan, was die meisten Entwickler tun würden: Ich habe versucht,
00:00:38es selbst zu bauen. Aber diesmal schreiben wir nicht hunderte Zeilen Code, sondern
00:00:44erstellen das gesamte System mit n8n, einer leistungsstarken Plattform für Workflow-Automatisierung.
00:00:51Fangen wir an. Zuerst müssen wir n8n einrichten. Dafür gibt es im Grunde zwei Optionen.
00:00:56Die erste ist, es lokal mit einem einfachen Befehl auf dem Rechner auszuführen – ideal zum
00:01:01Experimentieren. Wenn die Automatisierung aber im Hintergrund rund um die Uhr laufen soll,
00:01:06muss sie irgendwo gehostet werden. Man kann dafür n8n Cloud nutzen, die offizielle
00:01:12Managed-Hosting-Plattform. Ich persönlich fand das jedoch etwas teuer, da die Preise bei
00:01:17etwa 20 $ pro Monat starten und je nach Nutzung weiter ansteigen können.
00:01:23Zudem kann die manuelle Einrichtung von n8n auf einem Server ohne Vorkenntnisse
00:01:28ziemlich komplex sein. Wer es günstiger und deutlich einfacher haben möchte, kann
00:01:33Hostinger nutzen, den Sponsor des heutigen Videos. Geht dazu einfach auf den
00:01:39ersten Link in der Beschreibung. Er führt direkt zur n8n-Self-Hosting-Seite von Hostinger.
00:01:44In der Preisübersicht sieht man sofort, dass die Tarife im Vergleich zur n8n Cloud
00:01:50sehr erschwinglich sind. Aber der Preis ist nicht der einzige Vorteil. Wenn man n8n
00:01:56auf einem VPS von Hostinger selbst hostet, erhält man unbegrenzte Workflows, die volle
00:02:03Datenhoheit und planbare Kosten, da man nicht pro Nutzung zahlt. Ein weiterer Pluspunkt:
00:02:08Hostinger bietet ein One-Click-Setup, sodass n8n in wenigen Minuten ohne komplizierte
00:02:14Installation bereitsteht. Für dieses Tutorial empfehle ich den KVM2-Tarif, die beliebteste
00:02:20Option mit genug Ressourcen für mehrere Workflows. Nach der Auswahl des Tarifs
00:02:25gelangt man zur Kasse, um den Abrechnungszeitraum zu wählen. Mit 12 oder 24 Monaten
00:02:31erhält man meist den besten Wert. Weiter unten lässt sich die Serverregion wählen,
00:02:37und im Bereich Betriebssystem sieht man, dass n8n bereits vorausgewählt ist.
00:02:42Übrigens: Wer noch mehr sparen will, kann meinen Gutscheincode DECODINGCOALATEN
00:02:48für zusätzliche 10 % Rabatt nutzen. Danach einfach ein Konto erstellen,
00:02:54Zahlungsdaten eingeben und den Kauf abschließen. Nach der Zahlung werdet ihr
00:02:58zur VPS-Einrichtung weitergeleitet, wo ihr ein Root-Passwort für euren Server festlegt.
00:03:04Kurz darauf ist der VPS bereit und erscheint in eurem Hostinger-Dashboard.
00:03:10Das war's schon. Jetzt können wir uns auf den spannenden Teil konzentrieren: den Workflow.
00:03:16Sobald der VPS fertig ist, klickt auf "App verwalten", erstellt euer n8n-Konto,
00:03:22sofern ihr noch keines habt, und ihr landet direkt im Dashboard. Dort habt ihr
00:03:27beim Erstellen von Workflows zwei Möglichkeiten: Entweder ihr fangt komplett bei null an,
00:03:33oder ihr nutzt ein bestehendes Template, das jemand anderes bereits erstellt hat.
00:03:38Für unseren KI-GitHub-Code-Reviewer nutzen wir ebenfalls eine Vorlage und passen
00:03:44diese an unsere Bedürfnisse an. Importieren wir also das Template. Ihr könnt es direkt
00:03:50in eure Instanz laden oder in die Zwischenablage kopieren und in den Editor einfügen.
00:03:55Ich wähle die Option mit der Zwischenablage. Nun geht es an die Arbeit am Workflow.
00:04:01Starten wir mit dem ersten Node. Das ist der GitHub-Trigger, der auf Ereignisse
00:04:06in eurem GitHub-Repository lauscht. Zur Konfiguration klickt doppelt auf den Node
00:04:11und erstellt neue Zugangsdaten. Es gibt zwei Wege, das Konto zu verbinden.
00:04:17Ich nutze OAuth2. Für die benötigten Daten geht in eure GitHub-Einstellungen zu den
00:04:23Developer Settings, öffnet "OAuth Apps" und erstellt eine neue Anwendung. Gebt ihr
00:04:30einen Namen und kopiert die Redirect-URL von n8n in das Feld für die Callback-URL.
00:04:36Nach der Registrierung generiert GitHub eine Client-ID und ihr könnt ein Client-Secret
00:04:42erstellen. Kopiert beide Werte in die Felder bei n8n, klickt auf "Connect" und autorisiert
00:04:48die App. Gebt dann den Repository-Besitzer und -Namen ein und stellt sicher, dass
00:04:54der Event-Typ auf "Pull Request" steht. Nun lauscht der Workflow automatisch auf PRs.
00:05:00Der nächste Node ist dafür zuständig, die Dateiänderungen (Diffs) des Pull-Requests
00:05:06abzurufen. Wann immer ein PR erstellt wird, gibt es Änderungen zwischen dem alten
00:05:11und neuen Code, die dieser Node abruft, damit unsere KI sie analysieren kann.
00:05:17Danach folgt ein JavaScript-Node namens "Create Target Prompt". Dieser bereitet
00:05:23den Prompt für das KI-Modell vor. Im Code findet ihr die Variable "userMessage",
00:05:29die die Anweisungen für die KI enthält. Das Tolle ist: Ihr könnt diesen Prompt
00:05:34völlig frei anpassen, je nachdem wie streng das Review ausfallen soll. Dann kommt
00:05:40der "Code Review Agent"-Node, der die Anfrage tatsächlich an das KI-Modell sendet.
00:05:45Das Template nutzt ursprünglich OpenAI und Google Sheets für Programmierrichtlinien.
00:05:51Für dieses Tutorial nutzen wir aber Google Gemini. Wir entfernen also den Sheets-Node
00:05:57und ersetzen das OpenAI-Modell durch ein Gemini-Chat-Modell. Fügt einfach euren
00:06:04Gemini-API-Key ein, und schon übernimmt Gemini das Code-Review. Bis hierhin erledigt
00:06:10unser Workflow bereits die Hauptarbeit: Er lauscht auf PRs, ruft den geänderten Code ab,
00:06:16erstellt einen Prompt und sendet ihn zur Analyse. Jetzt müssen die Ergebnisse zurück
00:06:22nach GitHub. Der Node "GitHub Robot" ist dafür zuständig, Kommentare direkt im
00:06:27Pull-Request zu posten. Wir nutzen wieder unsere GitHub-Daten, geben die Repository-Details
00:06:32ein und wählen "Comment" als Event-Typ. Zuletzt haben wir einen weiteren GitHub-Node,
00:06:39der ein Label hinzufügt, um den Kommentar als KI-generiert zu kennzeichnen. Klickt
00:06:44doppelt darauf und füllt die Daten aus. Das Label könnt ihr nach Belieben anpassen.
00:06:50Unser Workflow ist fertig. Vor dem Testen müssen wir ihn noch oben rechts
00:06:56veröffentlichen und ihm einen Namen geben. Jetzt testen wir das Ganze. Ich nutze
00:07:03dafür mein Repository "Quizify", ein KI-Quiz-Generator-Projekt. Um den Workflow
00:07:09zu prüfen, füge ich absichtlich schlechten Code ein, damit die KI etwas zu kritisieren hat.
00:07:16Erstellt vor dem Pushen einen separaten Branch für den Pull-Request. Sobald der Branch
00:07:21gepusht ist, erstellen wir den PR. Wenn alles korrekt konfiguriert ist, sollte der
00:07:30Workflow automatisch triggern. Und wie man sieht, hat die KI den Code bereits analysiert
00:07:36und Kommentare im Pull-Request hinterlassen. Das passiert nun automatisch bei jedem
00:07:43neuen PR. In den n8n-Logs könnt ihr sehen, dass der Workflow erfolgreich durchgelaufen ist.
00:07:49So baut man also seinen eigenen KI-Code-Reviewer mit n8n, gehostet auf Hostinger,
00:07:55um Code-Reviews in wenigen Minuten zu automatisieren. Und das ist nur die Spitze
00:08:00dessen, was mit n8n möglich ist. Wenn man erst einmal anfängt zu experimentieren,
00:08:06kann man alles automatisieren, von Deployment-Pipelines bis hin zu KI-Agenten.
00:08:12Das war's für heute. Danke an Hostinger für das Sponsoring dieses Videos. Schaut es
00:08:17euch unbedingt mal an. Wenn euch das Video geholfen hat, lasst ein Like da und abonniert.
00:08:23Wir sehen uns im nächsten Video!

Key Takeaway

Das Video demonstriert, wie man mit n8n und Google Gemini eine kosteneffiziente Alternative zu kommerziellen KI-Review-Tools baut, die Code-Änderungen vollautomatisch analysiert.

Highlights

Einführung von CodeRabbit als Inspiration für automatisierte KI-Code-Reviews in GitHub.

Einsatz der No-Code-Plattform n8n zur Erstellung eines maßgeschneiderten Automatisierungs-Workflows.

Vergleich zwischen n8n Cloud und kostengünstigem Self-Hosting auf einem VPS wie Hostinger.

Technische Umsetzung der GitHub-Integration mittels OAuth2 und Webhooks für Pull-Requests.

Flexibler Austausch von KI-Modellen, im Beispiel der Wechsel von OpenAI zu Google Gemini.

Automatisierte Rückmeldung durch Kommentare und Labels direkt in der GitHub-Benutzeroberfläche.

Live-Demonstration des Systems durch absichtliches Einschleusen von fehlerhaftem Code in ein Test-Repository.

Timeline

Einführung und Konzept des KI-Code-Reviewers

Der Sprecher stellt das Konzept von KI-gestützten Code-Reviews vor und nennt CodeRabbit als kommerzielles Vorbild. Da solche Dienste oft kostenpflichtig sind, wird die Idee präsentiert, eine eigene Lösung mit n8n zu entwickeln. Das System soll Pull-Requests automatisch scannen, Bugs finden und Verbesserungsvorschläge direkt im Code hinterlassen. Dieser Abschnitt verdeutlicht den hohen Nutzwert einer solchen Automatisierung für Softwareentwickler. Es wird klargestellt, dass für diesen Prozess kein umfangreiches Programmieren, sondern eine No-Code-Plattform genutzt wird.

Infrastruktur und n8n-Hosting-Optionen

Hier werden die technischen Voraussetzungen für den Betrieb von n8n erläutert, wobei zwischen lokalem Hosting und Cloud-Lösungen unterschieden wird. Der Fokus liegt auf dem Self-Hosting auf einem VPS von Hostinger, um unbegrenzte Workflows und volle Datenkontrolle zu erhalten. Der Sprecher führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung des Servers und die Installation von n8n mittels One-Click-Setup. Es werden preisliche Vorteile gegenüber der n8n Cloud hervorgehoben und die Serverkonfiguration für optimale Performance besprochen. Dieser Teil ist essenziell für die Bereitstellung der Arbeitsumgebung.

GitHub-Integration und Workflow-Trigger

Der Aufbau des eigentlichen Workflows beginnt mit dem Import eines Templates und der Verknüpfung mit GitHub. Der Sprecher erklärt detailliert, wie man eine GitHub OAuth2-App erstellt und die Zugangsdaten in n8n hinterlegt. Ein zentraler Bestandteil ist der GitHub-Trigger-Node, der auf das Ereignis eines neuen Pull-Requests in einem spezifischen Repository reagiert. Durch diese Verknüpfung wird sichergestellt, dass die KI immer dann aktiv wird, wenn Code zur Prüfung bereitsteht. Damit wird die Brücke zwischen dem Versionskontrollsystem und der Automatisierungslogik geschlagen.

KI-Logik mit Google Gemini implementieren

In diesem Abschnitt wird die eigentliche Intelligenz des Systems konfiguriert, indem die Code-Änderungen (Diffs) analysiert werden. Ein JavaScript-Node bereitet den Prompt vor, wobei der Sprecher zeigt, wie man die Analyse-Kriterien der KI individuell festlegen kann. Anstelle von OpenAI wird Google Gemini als KI-Modell integriert, was die Flexibilität von n8n bei der Wahl von Sprachmodellen unterstreicht. Die Integration erfolgt einfach über einen API-Key und den entsprechenden Gemini-Chat-Node. Das Ziel ist eine präzise und hilfreiche Rückmeldung zu den eingereichten Code-Fragmenten.

Automatisches Feedback in GitHub posten

Nach der Analyse müssen die Ergebnisse der KI zurück in den GitHub Pull-Request fließen. Der Sprecher zeigt, wie der GitHub-Robot-Node konfiguriert wird, um die generierten Review-Texte als Kommentare zu posten. Zusätzlich wird erklärt, wie ein automatisches Label hinzugefügt wird, um den Review-Status visuell zu kennzeichnen. Diese Schritte sorgen dafür, dass die Entwickler das Feedback direkt in ihrem gewohnten Arbeitsumfeld erhalten. Die Automatisierung spart Zeit, da keine manuelle Übertragung der KI-Erkenntnisse notwendig ist.

Praktischer Testlauf und Zusammenfassung

Zum Abschluss wird das gesamte System mit dem realen Projekt "Quizify" auf die Probe gestellt. Der Sprecher fügt absichtlich ineffizienten Code ein und demonstriert, wie der Workflow in Echtzeit triggert und die Fehler identifiziert. Die Ergebnisse sind sofort im GitHub-Interface sichtbar, was die Wirksamkeit des No-Code-Ansatzes beweist. Es wird ein Ausblick auf weitere Automatisierungsmöglichkeiten mit n8n gegeben, wie etwa Deployment-Pipelines oder KI-Agenten. Das Video endet mit einer Zusammenfassung der Vorteile und einem Dank an den Sponsor Hostinger.

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